Ihr Scheidungsanwalt in Thalheim bei WelsDr. Markus Kaltseis LL.M.
Rechtsanwalt für Scheidungsrecht in Wels und Umgebung
Als spezialisierter Rechtsanwalt im Scheidungsrecht im Raum Wels & Umgebung berate und vertrete ich Sie mit langjähriger Erfahrung in einer der schwierigsten Lebenssituationen.
Eine Trennung bzw. Ehescheidung ist ein großer Lebenseinschnitt. Mein gesamtes Kanzleiteam unterstützt Sie nicht nur rechtlich, sondern stärkt Sie auch persönlich und gibt Ihnen starken Rückhalt.
In 1 bis 1,5 Stunden wird Ihre persönliche Situation aufgenommen, Ihre Ansprüche werden erörtert und die in Ihrem Interesse sinnvollsten rechtlichen Schritte bereits besprochen.
Kostenpauschale
EUR 250,00inkl. USt. (Stand November 2026)
Auf Wunsch rechnen wir mit Ihrer Rechtsschutzversicherung ab, sodass Sie einen Teil der Kostenpauschale refundiert erhalten.
Kanzleizeiten: Mo–Do 8.00–16.00 Uhr, Fr 8.00–12.00 Uhr. Außerhalb davon nimmt unsere digitale Assistentin Emilia Ihren Anruf entgegen (24/7).
Bereiten Sie sich vor: Unsere Checkliste zur Scheidung zeigt, welche Unterlagen Sie zum Termin mitbringen sollten.
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Erstberatung
In 1 bis 1,5 Stunden wird Ihre persönliche Situation aufgenommen, Ihre Ansprüche werden erörtert und die in Ihrem Interesse sinnvollsten rechtlichen Schritte bereits besprochen.
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Ziele und Strategie klären
Ich zeige Ihnen Ihre Ansprüche auf: Unterhalt, Obsorge und Kontaktrecht, Aufteilung von Vermögen und Schulden. Gemeinsam legen wir fest, was Sie erreichen möchten.
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Umsetzen
Ich verhandle zuerst eine gütliche Lösung, am besten eine einvernehmliche Scheidung. Ist das nicht möglich, setze ich Ihre Ansprüche gerichtlich durch.
Checkliste
Zur Vorbereitung einer Ehescheidung sind viele Punkte zu klären. Unsere Checkliste führt Sie Schritt für Schritt durch diese Themen:
Obsorge und Kontaktrecht
Kindesunterhalt und Ehegattenunterhalt
Aufteilung von Vermögen, Ersparnissen und Schulden
Ich kann Herrn Dr. Kaltseis uneingeschränkt weiterempfehlen und würde mich jederzeit wieder von ihm vertreten lassen. Vielen Dank für die hervorragende Arbeit!
A
Agatha P.
★★★★★
Sehr gute Erfahrung und sehr gute Anwalt danke
S
Sieglinde G.
★★★★★
Ich wahr sehr zufrieden.Ein sehr guter Rechtsanwalt. Sehr zu empfehlen. Danke
A
Alexander E.
★★★★★
Sehr kompetente Beratung und Vertretung meiner Rechtsangelegenheiten. Es konnte rasch eine einvernehmliche Lösung im Sinne aller Parteien gefunden werden. Danke!
M
Mirela P.
★★★★★
Sehr kompetenter und zuverlässiger Anwalt. Ich bin sehr zufrieden und kann ihn weiterempfehlen..
D
Del
★★★★★
Herr Dr. Kaltseis ist ein sehr kompetenter Anwalt. Sehr zuverlässig und schnell bei der Abwicklung. Auch die Dame am Empfang sehr Freundlich und Hilfsbereit. Ich kann diesen Rechtsanwalt nur weiter empfehlen!
D
Doris F.
★★★★★
Kompetente, schnelle und unkomplizierte Abwicklung und sehr freundliche Beratung. Somit alles top 👍🏼
M
Michael D.
★★★★★
Ich kann Herrn Dr. Markus Kaltseis sehr empfehlen. Er war in meinem Fall äußerst bemüht, jederzeit erreichbar und hat mich kompetent beraten. Besonders geschätzt habe ich, dass er sich viel Zeit genommen hat, um mir die Sachlage verständlich zu erklären. Ich habe mich sehr gut betreut gefühlt.
Auszug der neuesten Bewertungen von Google, unverändert übernommen (Stand: November 2026). Die Bewertungen werden von Google-Nutzern verfasst; ob sie von Mandantinnen und Mandanten stammen, wird von uns nicht überprüft.
Die Kanzlei
Meine Kanzlei liegt am Ägydiplatz 3 in Thalheim bei Wels, im Bezirk Wels-Land und im Gerichtsbezirk des Bezirksgerichts Wels. Als Scheidungsanwalt in Wels und Umgebung sind Sie bei mir gut aufgehoben.
Empfang, Besprechungsraum und Arbeitsplatz: So sieht unsere Kanzlei am Ägydiplatz in Thalheim bei Wels aus.
Mein Ziel ist, das bestmögliche Ergebnis in Ihrem Interesse zu erzielen!
Eine Scheidung ist für viele emotional sehr stark belastend, vor allem aufgrund einer unbekannten und unsicheren Zukunft.
Ich kläre Sie über Ihre Rechte auf, begleite Sie während der gesamten Verfahrensdauer und verhandle das für Sie bestmögliche Ergebnis.
Meine Leistungen im Scheidungsrecht
Von der Erstberatung über die einvernehmliche Scheidungsfolgenvereinbarung bis zur gerichtlichen Durchsetzung Ihrer Ansprüche. Zuerst suche ich immer eine gütliche Lösung.
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Aufgrund meiner langjährigen Erfahrung, verstehe ich Ihre schwierige Lebenssituation sehr gut und kann ich die rechtlichen Schritte abwägen, um in Ihrem Interesse das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.
Ich erarbeite mit Ihnen gemeinsam sämtliche Scheidungsfolgen, wie Unterhaltsansprüche, Regelungen der Kinder (Obsorge, Kontaktrecht) sowie Aufteilung des ehelichen Vermögens und der ehelichen Ersparnisse.
Primäres Ziel im Scheidungsrecht sollte immer eine gütliche Lösung in Form einer einvernehmlichen Ehescheidung sein, die offenkundig im Interesse sämtliche Beteiligter ist, vor allem in Bezug auf gemeinsame Kinder. Dabei sollte der Fokus im Ausverhandeln einer einvernehmlichen Ehescheidung liegen.
Aber manchmal ist es leider nicht möglich, eine gütliche Lösung zu finden und es ist eine strittige gerichtlicher Scheidungsprozess nicht zu vermeiden, dies vor allem in der Scheidungspraxis wegen Ehegattenunterhaltsansprüchen und vertrete ich Ihre Interessen in einem Prozess, um Ihre Ansprüche gerichtlich durchzusetzen. Dabei werden Sie von meinem gesamten Kanzleiteam unterstützt, um eine bestmögliche gerichtliche Entscheidung zu erzielen.
Meine anwaltlichen Leistungen im Scheidungsrecht:
Umfangreiche Erstberatung (bis 1,5 Stunden), um Sie kennen zu lernen, Ihre persönliche und konkrete Situation zu erfassen sowie Ihre rechtlichen Ansprüche erstmals aufzuzeigen;
Durchsetzung Ihrer rechtlichen Ansprüche in der Scheidung, wobei primäres Ziel zu Beginn einer Scheidung immer eine gütliche Lösung in Form einer einvernehmlichen Ehescheidung ist. Es liegt dabei die höchste Priorität im zielorientierten Ausverhandeln Ihrer rechtlichen Ansprüche in einer einvernehmlichen Scheidungsfolgenvereinbarung. Es ist jedoch stets in sämtlichen Stadien der Scheidung das vorrangige Ziel, eine gütliche Lösung zu erzielen und nur dann, wenn Ihre Interessen anderweitig nicht erzielbar sind, empfehle ich die gerichtliche Durchsetzung.
Sollte eine einvernehmliche Ehescheidung nicht möglich sein, dann setze ich Ihre rechtlichen Ansprüche mit Nachdruck gerichtlich durch.
Ich errichte Scheidungsfolgenvereinbarungen, Obsorgeregelungen sowie Eheverträge;
Ich prüfe und analysiere das eheliche Vermögen, die ehelichen Ersparnisse sowie die ehelichen Schulden und berate Sie umfangreich bei der entsprechenden ehelichen Aufteilung, um Ihre persönlichen Interessen und Ziele umzusetzen.
Ich bemesse den Ehegattenunterhalt und den Kindesunterhalt und setze allfällig auch gerichtlich sämtliche Unterhaltsansprüche durch.
Ich berate Sie in Angelegenheiten der Obsorge und des Kontaktrechtes und vertrete Sie auch in Obsorge- und Kontaktrechtsverfahren.
Zeigen sich Anzeichen einer Trennung, empfehle ich, schon früh anwaltliche Beratung in Anspruch zu nehmen. Schon dann sind wesentliche eheliche Rechte und Pflichten zu beachten.
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Befindet sich bereits die Ehe in einer Krise oder zeigen sich bereits Anzeichen einer möglichen Trennung, empfehle ich bereits vorbeugend anwaltliche Fachkompetenz in Anspruch zu nehmen, um für den fall der Trennung bzw. Scheidung rasch in Ihrem Interesse erste zielführen Maßnahmen zu ergreifen, da bereits zu diesem Zeitpunkt wesentliche eheliche Rechte und Pflichten beachtet werden sollen.
Nehmen Sie eine erste anwaltliche Beratung in Anspruch, um über Ihre persönliche Situation zu klären und sich vorab einen ersten Überblick über ihre Rechte und Pflichten hinsichtlich einer Ehescheidung abzuklären. Als Scheidungsanwalt schütze ich ab dem Zeitpunkt der ehelichen Trennung bis zur tatsächlichen Ehescheidung ihre Interessen.
Für die Lebensgemeinschaft gibt es kein Gesetz wie das Ehegesetz für die Ehe. Eine vorsorgliche vertragliche Regelung kann viele Probleme bei einer Trennung vermeiden.
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Die nichteheliche Lebensgemeinschaft gewinnt in unserer heutigen Zeit immer mehr an Attraktivität. Eine der Ehe vergleichbare umfassende Regelung existiert im Recht jedoch nicht; hinter der nichteheliche Lebensgemeinschaft steht kein einschlägiges Gesetz, wie bei der Ehe das Ehegesetz.
Es ist daher von großer Bedeutung, die Lebensgemeinschaft vorsorglich vertraglich zu gestalten. Men Erfahrung hat gezeigt, dass sich bei Auflösung einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, sich viele Fragen und Probleme stellen, die gelöst werden müssen.
Lassen Sie sich umfangreich beraten, ob in Ihrer Situation eine individuelle vertragliche Ausgestaltung und klare Regelung der Lebensgemeinschaft rechtlich sinnvoll ist; dadurch können Sie viele rechtliche Probleme für den Fall der Auflösung der Lebensgemeinschaft (=Trennung) vermeiden.
Ich stehe Ihnen gerne zur Verfügung – vereinbaren Sie jetzt einen Beratungstermin.
Die Verschuldensscheidung nach § 49 EheG ist in der familienrechtlichen Praxis regelmäßig von besonderer Relevanz, wenn sich Ehegatten in einem streitigen Scheidungsverfahren gegenübereinander schwere Vorwürfe machen.
Das Urteil des Obersten Gerichtshofes (OGH) vom 08.04.2024 zur Geschäftszahl 1Ob157/23d stellt eine bedeutende Entscheidung im Bereich des Familien- und Insolvenzrechts dar.
Die Nutzung von Firmenfahrzeugen durch Arbeitnehmer für private Zwecke ist ein verbreitetes Phänomen, das insbesondere bei der Bemessung des Unterhaltsanspruchs relevant wird.
Der Kindesunterhalt kann gegen den Unterhaltsschuldner auch für die Vergangenheit geltend gemacht werden und verjähren grundsätzlich innerhalb von drei Jahren (§ 1480 ABGB).
Was ist eine Scheidungsfolgenvereinbarung und was regelt sie?
Die Scheidungsfolgenvereinbarung regelt, wer wie viel Unterhalt zahlt, bei wem die Kinder leben, wer in der Wohnung bleibt und wie Ersparnisse und Schulden geteilt werden. Ohne diese schriftliche Vereinbarung gibt es keine einvernehmliche Scheidung. Mehr dazu unter Scheidungsfolgenvereinbarung.
Was kostet eine Scheidung?
Die Kosten bestehen aus Gerichtsgebühren, Anwaltshonorar und Nebenkosten. Eine einvernehmliche Scheidung mit Vergleich kostet an Gerichtsgebühren 812 Euro, bei Liegenschaftsübertragung 1.015 Euro (Stand August 2026). Alle Posten finden Sie unter Was kostet eine Scheidung?
Was ist der Unterschied zwischen einvernehmlicher und strittiger Scheidung?
Bei der einvernehmlichen Scheidung sind sich beide Ehegatten über die Scheidung und alle Folgen einig. Sie ist in aller Regel schneller und günstiger. Verweigert ein Ehegatte die Scheidung oder kommt keine Einigung zustande, bleibt nur die Scheidungsklage, die strittige Scheidung.
Wie lange dauert eine einvernehmliche Scheidung?
Steht die Vereinbarung und sind sich beide einig, wird in aller Regel in einem einzigen Termin vor dem Bezirksgericht geschieden. Die eigentliche Zeit geht für das Ausverhandeln der Vereinbarung auf – je nach Vermögenslage wenige Wochen bis einige Monate.
Welches Gericht ist für meine Scheidung zuständig?
Für die Gemeinden des Gerichtsbezirks Wels ist das Bezirksgericht Wels in der Maria-Theresia-Straße 8 zuständig. Maßgeblich ist grundsätzlich der letzte gemeinsame gewöhnliche Aufenthalt der Ehegatten. Mehr dazu unter Scheidungsanwalt Wels.
Wie wird das Vermögen bei einer Scheidung aufgeteilt?
Aufgeteilt wird grundsätzlich das Vermögen, das die Ehegatten während der ehelichen Lebensgemeinschaft gemeinsam geschaffen haben. Dazu zählen eheliche Ersparnisse wie Sparguthaben, Wertpapiere oder Lebensversicherungen und das eheliche Gebrauchsvermögen wie Hausrat, Wohnung oder Haus. Auch eheliche Schulden werden aufgeteilt: Wer einen Gegenstand erhält, muss für die darauf anfallenden Schulden aufkommen. Mehr dazu in den Fachartikeln zur Ehescheidung.
Scheidungsfolgen im Überblick
Ihr Scheidungsanwalt als mentale Stütze
Mein Kanzleiteam bietet einen sehr persönlichen und nahen Kontakt mit unseren Mandanten, um Ihnen Sicherheit für ihre schwere Lebenslage zu geben. Wir haben jahrelange Erfahrung im Scheidungsrecht und nehmen wir Ihnen nicht nur die Wahrnehmung Ihrer Interessen in der Ehescheidung ab, sondern versuchen wir auch ihre emotionale Belastung durch das gegenseitige Vertrauen abzuschwächen und Sie bestmöglich mental zu stärken und zu unterstützen, zumal in Scheidungen umfangreiche rechtliche Probleme und insbesondere nachfolgende Scheidungsfolgen geklärt werden müssen:
1. Kinder
Gemeinsame Kinder
Entstammen aus der Ehe gemeinsame minderjährige Kinder, so sind die Ehepartner als Eltern verpflichtet, gemeinsam die Obsorge, den überwiegenden Aufenthalt der Kinder, die Besuchskontakte sowie den Kindesunterhalt gemeinsam zu regeln. Es ist dabei zielführend, anwaltliches Fachwissen in Anspruch zu nehmen, um im Interesse des Kindeswohles gemeinsam eine sinnvolle Lösung zu finden.
2. Unterhalt
Ehegattenunterhalt
Eine wesentliche Scheidungsfolge ist die Vereinbarung über den Ehegattenunterhalt. Der Scheidungsunterhalt unterliegt nicht nur bei der einvernehmlichen Scheidung privatautonomer Disposition, sondern auch in allen anderen Scheidungsfällen (strittig) kann er durch Vereinbarung zwischen den Ehegatten geregelt werden.
Im Zuge einer einvernehmlichen Ehescheidung gemäß § 55a EheG ist zwingend der Ehegattenunterhalt gemeinsam zu regeln. In der Praxis wird für den Fall, dass beide Ehegatten erwerbstätig sind und damit ein eigenes Einkommen erzielen, ein wechselseitiger Unterhaltsverzicht vereinbart. Bei Fehlen einer vertraglichen Unterhaltsregelung im Zuge der Auflösung der Lebensgemeinschaft (Trennung) greifen die komplexen gesetzlichen Regelungen der §§ 66-78 Ehegesetz.
Im Zuge der Scheidung ist formell der Ehegattenunterhalt völlig neu zu bemessen, da ein Unterhaltstitel über den Ehegattenunterhalt während aufrechter Ehe mit der Scheidung seine Wirksamkeit verliert. Im Gegensatz zu anderen europäischen Staaten hängt in Österreich der Scheidungsunterhalt nach wie vor weitgehend vom Verschulden an der unheilbaren Zerrüttung der Ehe ab.
Der Disput über das Verschulden zwischen den Ehepartnern führt immer wieder zu einem Streit über einen allfälligen Scheidungsunterhalt. Der Scheidungsunterhalt stellt im Zusammenhang mit dem Verschulden an der unheilbaren Zerrüttung der Ehe eine der wesentlichsten zu klären und Scheidungsfolgen dar.
Kann zwischen den Ehepartnern Scheidungsunterhalt nicht einvernehmlich geklärt werden, ist dringend zu empfehlen, anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, um durch die fachliche Kompetenz oft kostenintensive strittige Unterhaltsverfahren zu vermeiden. Als Scheidungsanwalt können ihre Interessen dahingehend wahrnehmen, die gegenseitigen Unterhaltsansprüche dem Grunde nach zu prüfen sowie auch der Höhe nach entsprechend der Rechtslage zu bemessen.
3. Ersparnisse
Aufteilung der ehelichen Ersparnisse
Im Zuge der Ehescheidung sind sämtliche eheliche Ersparnisse aufzuteilen. Den Ehepartnern fehlt dazu oft die Kenntnis der Rechtslage. Eheliche Ersparnisse sind Wertanlagen, welche die Ehegatten während der ehelichen Lebensgemeinschaft angeschafft haben und einer Verwertung zugänglich sind. Hierzu zählen vor allem Bargeld, Sparguthaben, Wertpapiere, Bausparverträge, Edelmetalle, Kunstgegenstände, sowie auch Immobilien usw. Auch eine Lebensversicherung wird als eheliche Ersparnis definiert und ist in der ehelichen Aufteilung mit dem Rückkaufswert zu berücksichtigen.
Dabei ist ausdrücklich hinzuweisen, dass es bei der Definition der ehelichen Ersparnisse keine Rolle spielt, aus welchem Einkommen die ehelichen Ersparnisse angeschafft wurden. Im Zuge der häuslichen Trennung passiert immer wieder der gravierende Fehler, dass sich ein Ehepartner ohne Zustimmung des anderen zum eigenen Nutzen eheliche Ersparnisse zuwendet, um zum Beispiel seine neue Wohnung einzurichten oder ein neues Fahrzeug zu kaufen.
Diese einseitige Zuwendung hat die Konsequenz, dass der entnommene Betrag im Zuge der Aufteilung berücksichtigt wird und sogar Wertersatz geleistet werden muss. Als Scheidungsanwalt beraten wir Sie, welche Ersparnisse der ehelichen Aufteilung unterliegen. Im Zuge der Ehescheidung ist wesentlich, die ehelichen Ersparnisse im Zeitraum der Eheschließung bis zur Auflösung der ehelichen Lebensgemeinschaft festzustellen.
4. Gebrauchsvermögen & Schulden
Aufteilung des ehelichen Gebrauchsvermögens und der ehelichen Schulden
Die Aufteilungsmasse im Zuge einer Ehescheidung wird nach dem Zeitpunkt der Auflösung der ehelichen Gemeinschaft bestimmt. Nach § 81 Abs. 2 Ehegesetz setzt sich das eheliche Gebrauchsvermögen aus allen beweglichen und unbeweglichen körperlichen Sachen zusammen, die während aufrechter eheliche Lebensgemeinschaft den Gebrauch beider Ehegatten gedient haben.
Dazu gehören vor allem der Hausrat sowie die eheliche Wohnung bzw. Haus. Im Zuge der Ehescheidung stellt die Aufteilung der ehelichen Wohnung bzw. Haus, das im Eigentum der Ehegatten steht, oft ein großes sachliches Problem dar, da sowohl die Finanzierung der ehelichen Wohnung, als auch die Erhaltungskosten des ehelichen Hauses meist durch das gesamte Familieneinkommen bedient wurde. Aufgrund der Auflösung der ehelichen Lebensgemeinschaft bzw. Trennung der Ehepartner, mindert sich das Familieneinkommen stehen die Ehepartner vor dem Problem, wie das eheliche Wohnung bzw. Haus weiter finanziert werden soll!
In diesem Zusammenhang sind die ehelichen Schulden entscheidungswesentlich, die ebenfalls zwingend der ehelichen Aufteilung unterliegen. Derjenige Ehegatte, der einen Gegenstand erhält, muss auch für die anteilsmäßig darauf anfallenden Schulden aufkommen. Wird sohin im Zuge der ehelichen Aufteilung die eheliche Wohnung bzw. das Haus auf einen Ehegatten rechtswirksam übertragen, dann ist auch verpflichtet die gesamten Schulden im Zusammenhang mit dem ehelichen Haus bzw. Wohnung zu übernehmen und den anderen Ehegatten jedenfalls schad- und klaglos zu halten.
Für den Fall, dass der Verkehrswert der ehelichen Wohnung bzw. Haus, die Schulden übersteigen, dann wäre der übernehmende Ehegatte darüber hinaus auch noch verpflichtet, dem anderen Ehegatten einen Ausgleich in Geld zu leisten. Dies führt in der Praxis zu einer erheblichen finanziellen Mehrbelastung, welche oft nicht bewältigt werden kann. Dabei ist jedenfalls auch zu berücksichtigen, dass die Aufteilung der ehelichen Schulden im Zuge der Ehescheidung gemäß § 2 90 Ehegesetz, die Fremdfinanzierung des Bank nicht bindet, sondern es besteht im Außenverhältnis nur die Möglichkeit, im Zuge der Aufteilung der ehelichen Schulden den anderen Ehegatten gemäß § 98 Ehegesetz zum Ausfallsbürgen gegenüber der fremdfinanzierten Bank zu erklären. In der Praxis wird jedenfalls durch anwaltliche Hilfe versucht, den anderen Ehegatten gegenüber der fremdfinanzierten Bank zu enthaften, sofern die eheliche Wohnung bzw. Haus auf den anderen Ehegatten zur Gänze übertragen werden soll.
Die Aufteilung des ehelichen Gebrauchsvermögens ist offenkundig oft sehr komplex und schwierig. Die Aufteilung des ehelichen Gebrauchsvermögens soll primär durch eine Naturalteilung erfolgen. Nur für den Fall, wenn sich durch Sachzuteilung eine billige Aufteilung des ehelichen Gebrauchsvermögens nicht erzielen lässt, wäre ein Ausgleich in Geld an den anderen Ehegatten zu leisten. Als Scheidungsanwalt nehmen wir im Zuge der Aufteilung des ehelichen Gebrauchsvermögens ihre Interessen war und beraten Sie insbesondere dahingehend, welche Gebrauchsgegenstände der ehelichen Aufteilung unterliegen und versuchen wir gemeinsam in ihrem Interesse eine sachdienliche Lösung zu finden.
Gerade im Zuge der Aufteilung des ehelichen Gebrauchsvermögens, vor allem der Aufteilung der ehelichen Wohnung bzw. Haus, ist ein fundiertes anwaltliches Fachwissen oft entscheidungswesentlich und stellt die anwaltliche Beauftragung eines Scheidungsanwaltes eine Investition in ihre gesicherte und glückliche Zukunft dar.
Rechtstipp: Haushaltstrennung
Bevor man sich als Ehepartner räumlich trennt, sollte eine Scheidungsberatung in Anspruch genommen werden, weil die Haushaltstrennung rechtliche Folgen auslöst.
Wenn erhebliche Teile der ehelichen Errungenschaft in ein von der Aufteilung ausgenommenes Unternehmen geflossen sind, kann dem anderen Ehegatten billigerweise ein größerer Anteil an den aufteilbaren Ersparnissen zuerkannt werden.
Rechtstipp: Welches vermögen unterliegt der ehelichen Aufteilung in der Ehescheidung?
Der Aufteilung unterliegt grundsätzlich nur das Vermögen, das die Ehegatten gemeinsam während aufrechter ehelicher Lebensgemeinschaft geschaffen haben — die sogenannte eheliche Errungenschaft.
Rechtstipp: Verringerung des Vermögens während aufrechter Ehe
Hat ein Ehegatte frühestens zwei Jahre vor Klageeinbringung oder Aufhebung der Lebensgemeinschaft eheliches Vermögen ohne Zustimmung des anderen verringert, ist der Wert des Fehlenden in die Aufteilung einzubeziehen (§ 91 EheG).
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